“Was braucht man eine Krawatte, wenn man zum Papst geht?”

aus dem Maschek-Buch „Satire darf al“ (Czernin Verlag, Wien 2018)

Robert Stachel besucht Lotte Tobisch-Labotýn in ihrer Wohnung an der Wiener Ringstraße und zeigt ihr auf seinem Notebook die Folge „Witwe Lirsch im Park“ aus der Serie maschek.in.ruhe. Man redet über den Sinn von Konventionen, über den Spaß am Altwerden und über die Hetz, die die Leute mit Donald Trump haben.

An den Wänden hängen Dutzende Bilder, die Lotte Tobisch mit Persönlichkeiten zeigen, die von Maschek schon synchronisiert wurden. Am Tisch im Salon steht Kaffee bereit, dazu Weihnachtsgebäck, obwohl draußen Hochsommer ist.

Lotte Tobisch: Essen Sie nur, das Weihnachtsgebäck ist ganz frisch. Ich bekomme es von einem Bäcker, der es das ganze Jahr über anbietet. Warum sollte man so etwas Gutes nur einmal im Jahr essen? „“Was braucht man eine Krawatte, wenn man zum Papst geht?”“ weiterlesen

Ganz offen gesagt: #8 Lebensretter Satire

Ich durfte mich letzte Woche mit Julia Ortner und Fleisch-Macher Markus Huber über den Wahlkampf in der (bzw. als) Satire unterhalten.

Und Ganz offen gesagt: Letztlich waren wir wohl mehr am Thema Wahlkampf dran als am Thema Satire. Und bei meiner naiven Wahlprognose am Schluss war der Wunsch Vater des Gedankens.

#8 Lebensretter Satire – mit Robert Stachel und Markus Huber
Wie kann man diesen Wahlkampf ohne Witz ertragen? Wenig Substanz, viel Theater um irgendwelche, „Geheimpapiere“, Urlaube oder Mäuerchen vor dem Bundeskanzleramt: das ist der Nationalratswahlkampf 2017 bisher. Der Satiriker Robert Stachel und der Journalist Markus Huber diskutieren darüber, wie man die Realität überhaupt noch ironisch überhöhen kann – und damit besser aushalten kann.

Modern Stalking

erschienen 2014 als Vorwort zum Buch „Modern Stalking“ von Michael Dufek. (erschienen im Holzbaum Verlag)

Was bedeutet der Name? Kann man davon leben? Und wie kommt man auf so etwas? Die drei immergleichen Fragen des Redakteurs an den jungen Künstler. Michael Dufek verdient es, diese Themen gleich im Vorwort beantwortet zu kriegen. Also: Die Marke Dufitoon ist – unschwer nachvollziehbar – eine Zusammensetzung aus dem Nachnamen und dem Produkt des Künstlers. Die Marke ist gut, denn sie wächst mit. Sie passt zu dem, was Dufek jetzt – beim Steilwandanstieg seiner Karriere – macht, und sie passt auch, falls Dufek aus seiner Kunst ein Multimillionen-Unternehmen machen möchte, das computeranimierte Kinofilme in 3D produziert. „Hast schon den neuen Dufitoon gesehen?“ Klingt nicht verkehrt. „Meine Kinder kriegen gar nicht genug von diesem Dufitoon-Spielsachen“. Geht sich aus. „Modern Stalking“ weiterlesen