|
Aus
„Alle Jahre wieder saust
der Presslufthammer nieder oder Die Veränderung der Landschaft“
von Jörg Müller, Frankfurt am Main 1973. Das Buch
erhält keinen Hinweis auf das Objekt. Es passt weder
stilistisch noch inhaltlich zum Rest des Bildes und Buches.
Auch die beiden Buben haben mit diesem Objekt nichts zu
tun. Wie dieses Detail
zeigt, schauen sie knapp links daran vorbei.
Wenn
Sie sachdienliche Hinweise zur Klärung des Problems
haben, scheuen Sie sich bitte nicht, sie mir
mitzuteilen.
Juni
2001.
update
vom 11. 1. 2002:
Herr Hansjörg Widmer schreibt mir: "Das
Ding ist vermutlich ein Heissluftspielzeug aus Draht und
Papier, untendrin eine Konservendose mit Spiritus oder
Benzin. Dass die Kinder scheinbar nicht hinschauen liegt
eher an Müllers unpräziser Zeichnungs-Kunst.
Vermute ich."
Die Diskussion sei prolongiert.
update
vom 1. 11. 2002:
Herr
Stefan Matzinger schreibt mir: "..
habe das "sonderbare Objekt" im Detail angeschaut.
Sofort war mir klar, dass es sich dabei um einen selbstgebastelten
Heissluftballon handelt, den viele Jugendliche in der
Schweiz schon selbst hergestellt haben, sei es in Jugendorganisationen
oder in der Schule. Das Gerüst besteht aus Maschendraht,
welcher einen Kubus bildet und mit Seidenpapier überzogen
wird. Am unteren, offenen Ende wird ein Diagonalkreuz
aus Draht angebracht, um dessen Mitte ein mit Sprit getränkter
Wattebausch befestigt wird. (In der Vergrösserung
ist der brennende Wattebausch als hell leutender Punkt
deutlich erkennbar) Zündet man den Wattebausch an,
hält den Ballon gut in der richtigen Lage (sonst
fängt das Papier Feuer) und wartet eine Weile, steigt
er."
Das
scheint mir nun Beweis genug. Die Geschichte im Elffriedebuch
ist dadurch natürlich ein wenig entzaubert. Aber
man kann ja nicht alle Schweizer Bräuche kennen und
erkennen.
|